Pena Horadada



Unser Ziel war Ajuy, genauer gesagt der Pena Horadada nördlich von Ajuy. Auf dem Weg dorthin bogen wir noch bei den hübsch aussehenden Palmen ab. Diese gehörten zum Barranco de la Madre del Agua. Einer sehr schönen Palmenoase.

Die Zufahrt in dem trockenen Flussbett war sehr schmal. Büsche hingen an den Weg hinein, so dass es besser war, die Fenster zu schließen. Wir parkten Allmo nicht direkt vor dem Zugang zu dem Barranco, denn dort fanden Aufräumarbeiten statt. Gärtner waren dabei herabgefallene Palmwedel zu entsorgen. Auch die, die schon schlecht aussahen wurden entfernt. Entsprechend war recht viel los.



Einer der Arbeiter sprach sehr gut Englisch und sogar etwas Deutsch. Er kam schon auf uns zugelaufen, weil er dachte wir wären die Feuerwehr und es würde irgendwo brennen. Doch dann sah er, dass wir doch kein Einsatzfahrzeug sind und war beruhigt. Er wies und darauf hin, aufzupassen, dass wir keine Wedel auf den Kopf bekommen, denn so trockenen Wedel können leicht brechen.


Direkt nach uns tauchte ein Pärchen auf und kurze Zeit später noch ein Familie (5 Personen und 2 Hunde). Für unseren Geschmack zu viele Leute auf zu wenig Fläche. Denn so riesig ist die eigentlich sehr hübsche Palmenoase nicht. Der Duft einer toten Ziege (es war nicht mehr viel von übrig), machte den Aufenthalt in der Oase nicht viel besser.

Aus einem großen Becken, das randvoll mit Wasser gefüllt war, wurde die Oase mit Wasser gespeist. Wo das Wasser wohl herkommt?

Pena Horadada



Dann ging es aber endlich ans Wasser. Aus der Palmenoase folgten wir der Schotterpiste bis zum Pena Horadada, einem großen Felsbogen. Die letzten Meter ging es durch das Barranco de la Pena und schon standen wir am Strand vor dem Bogen.

Ein paar Pkws standen am Rand bei den Büschen geparkt. Wir suchten uns einen schönen Platz, wo wir auch für die Nacht stehen bleiben konnten.

Noch war Flut und die Wellen preschten ganz gut auf den Kieselstrand. Klong, klong, klong, kullerten die Steine übereinander. Wir erfrischten uns im knietiefen Meereswasser. Wie herrlich! Eine Familie hatte eine ganze Weile den Felsbogen und darin befindlichen Pool für sich in Beschlag genommen.

Nach und nach fuhren die Autos und auch die Familie verschwand irgendwann. Es tauchten noch ein paar Wanderer auf (von Ajuy führte ein Küstenweg hierher) und zwei Pkws. Doch alle verweilten nicht lange. Wir genossen es den Platz für uns allein zu haben und freuten uns über das Meeresrauschen.



Zum Sonnenuntergang tauchte dann ein Van auf, der auch über Nacht bleiben sollte. Frank wollte eigentlich ein schönes Video aufnehmen mit Allmo, dem Felsbogen und dem Sonnenuntergang. Nun stand jedoch das Fahrzeug im Weg und auch die beiden Personen sprangen durchs Bild. Super!!!

Mittwoch, 1. November 2023



Wie schön war es, mit Meeresrauschen einzuschlafen und auch wieder aufzuwachen! Sobald die Sonne über den Hügel kam, erstrahlte der Felsbogen Pena Horadada. Mit dem blauen Himmel im Hintergrund kam der Bogen heute richtig zur Geltung. Es gibt halt Orte, die zu bestimmten Tageszeiten besser zur Geltung kommen.

Bevor die ersten Touristen eintrafen und nachdem die Dame aus dem Van sich nicht mehr im Bild befand, stürzten wir uns auf den Felsbogen. Noch warfen wir lange Schatten, weil die Sonne so tief stand. Dafür waren keine anderen Menschen mit auf dem Bild.



Erst nach den Fotos bereiteten wir unser Frühstück vor. Das war auch gut so, denn vor 9 Uhr waren schon die ersten Leute zu Fuß über die Hügel gekommen und badeten in dem kleinen Pool unterhalb des Felsbogens. Wir hatten also alles richtig gemacht.



Das Internet war gestern sehr langsam gewesen, entsprechend lange war ich damit beschäftigt von zwei Tagen die Reiseberichte online zu stellen und auch auf Polarsteps (Allmo86) die Fotos zu aktualisieren. Damit Frank etwas Bürozeit nehmen konnte und auch ich musste mich um die Buchführung und Steuern kümmern, verließen wir schon früh den superschönen Platz.

Cuevas de Ajuy



Anstatt zu den Höhlen Cuevas de Ajuy zu Fuß vom Übernachtungsplatz hinzuspazieren, fuhren wir mit Allmo auf die Klippe. Von dort war es dann nur noch ein kurzer Spaziergang. Ein Trampelpfad führte uns auf einen befestigten und gesicherten Fußweg (der von Ajuy bis zu den Höhlen angelegt ist).

Wir folgten dem Weg bis zu den Höhlen. Treppenstufen führten hinunter in die Höhle. Früher hat sich dort eine Anlegestelle für Boote befunden, um so Waren nach Betancuria oder zu anderen Orten zu schaffen.

Wir erkundeten die erste Höhle, die durch dicke Felsbrocken vor dem direkten Wassereintritt etwas geschützt ist. Wie viel Wasser bei Flut dann wirklich eindringt wissen wir nicht.



Aus einer seitlichen Öffnung drang Licht in die Höhle. Die letzten Meter dorthin mussten wir etwas kraxeln und aufpassen, dass wir a) keine nassen Füße bekamen und b) nicht in Vogelscheiße hineinfassten. Die Höhle scheint ein beliebter Ort für Möwen, Tauben oder andere Federtiere zu sein.

Erst als wir wieder draußen waren, bemerkten wir, dass es eigentlich zwei Höhlen sind, die durch eine dünne Lavawand voneinander getrennt sind. Mit etwas klettern wäre man auch in die hintere Höhle gekommen. Wir wollten aber nicht wieder hinunter gehen (aus Faulheit), was auch gut war. Denn auf unserem Rückweg kamen uns zunächst ein paar Familie und dann ein ganzer Reisebus an Menschen entgegen.


Während Frank zu Allmo zurückkehrte, ging ich dem Touristenstrom entgegen, um zu den Kalköfen zu gelangen. Diese befanden sich ungefähr auf halbem Weg Richtung Ajuy. Von oben sind zwei vergitterte riesige Löcher auszumachen und von unten sind die Brennkammern sichtbar.



Dann ging’s auch für mich zu Allmo zurück. Die ersten Touristen kamen wir da schon wieder entgegen. Zum Glück konnte ich schnell auf den Trampelpfad nach oben ausweichen.

Oben auf der Klippe legten wir dann unsere Bürozeit ein und erledigten alles Wichtige. Was auch gut war, denn später sollten wir über so gar kein Internet verfügen.

Ajuy



Über eine Abkürzung (wir verließen die gutbefahrbare Piste, um auf einer sehr holprigen Piste mit starkem Gefälle) näherten wir uns Ajuy.

Dort parkte auf dem Platz am Wasser ein Overlander aus Bayern. Das Fahrzeug hatten wir bereits bei der Durchfahrt in Betancura gesehen. Die beiden bestellten uns direkt schöne Grüße von Oskar (dem Fahrradfahrer), den sie nach uns getroffen hatten. Seitdem waren die beiden auf der Suche nach uns. Schließlich sind wir ja nicht zu übersehen.

Wir unterhielten uns eine Weile und gingen noch kurz an den Strand. Es war dort viel zu viel los und auch die Restaurants im Dorf Ajuy waren sehr gut besucht. Uns hätten höchstens die Strandduschen gelockt, doch so mitten am Tag auf dem Präsentierteller wollten wir uns auch nicht duschen. Interessant war noch der Kalkofen direkt an der Bucht, der so ganz anders aussah (gemauert und nicht aus Sandstein) wie die vorhin an der Küste. Dann ging’s zurück zu Allmo. Nach einem kleinen Mittagssnack verabschiedeten wir uns von den beiden und fuhren weiter.

Tbc

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