Auf dem Weg zum Wasserfall im Apuseni Nationalpark wurden wir in Bologa von einer mittelalterlichen Festung –  Cetatea Bologa (12. -13. Jahrhundert) ausgebremst. Diese befand sich fast neben der Straße und war frei zugänglich. Ganz schön steil ging es zu Fuß bergauf. Das so Festungen auch immer auf Hügeln liegen müssen.







Cascada Vălul Miresei



Die Straße zum Wasserfall führte durch bunt gefärbtes Herbstlaub. Auf der schmalen Straße war zum Glück wenig Verkehr. Vor Răchițele stießen wir wieder auf eine größere Straße.

Im Ort bogen wir rechts zum Wasserfall Bride’s Veil Waterfall / Cascada Vălul Miresei ab. Die Durchfahrt war auf 7 Tonnen beschränkt, was sehr “ interessant“ war, weil sich direkt hinter der Brücke eine holzverarbeitende Firma befand und da riesige Baumstämme lagen. Naja, vielleicht nehmen die LKWs die erste Brücke, die aber in einer sehr schmalen Zuwegung mündet.

Eine schmale Straße führte uns durch den Wald bis zu mehreren Parkplätzen. Kleine Schilder, die 10 Lei Parkgebühren nannten, waren an Masten getackert. Doch niemand da, der Geld haben wollte und die genannte Pension befand sich auch nicht direkt am Platz.

Also zogen wir los zum Wasserfall Cascada Vălul Miresei, der sich im Apuseni Nationalpark / Parcul Natural Apuseni befindet. Angabegemäß lag dieser 1,3 km entfernt. Ein sehr breiter geschotterter Weg führte bis zum Wasserfall und noch weiter. Beeindruckende Felsen erblickten wir. Doch dahin wollten wir nicht wandern. Der Brautschleier-Wasserfall genügte uns vollkommen. Hübsch sah er aus.







Zurück am Parkplatz wollte immer noch Keiner Geld. Die Verkaufsbuden waren auch alle geschlossen. Wir fuhren zurück zum Abzweig im Dorf und bogen theoretisch rechts ab. Praktisch bogen wir links ab, drehten und fuhren geradeaus. Rechts wären wir nicht um die enge Kurve gekommen.

Die Straße, der wir zu unserem ausgesuchten Übernachtungsplatz folgen wollten, war nicht ganz für unsere Gewichtsklasse zugelassen. Auf G. Streetview konnten wir keine extremen Engstellen oder Brücken erkennen, also war uns das egal.

Es dauerte auch nicht lang, bis uns (an einer guten Stelle) ein großer und schwerer Lkw entgegen kam. Schilder mit Gewichtsbeschränkungen scheinen in Rumänien, ebenso wie Tempolimits, nur eine Empfehlung zu sein. Wir werden, obwohl wir 50 km/h fahren, in Ortschaften überholt. Und dass mehrmals täglich. Also kein Einzelfall.

Belvedere Beliș



Die Bergstraße, die uns zum Belvedere Beliș, einem Aussichtspunkt, bringen sollte, war dann tatsächlich noch etwas schmaler. Uns kam nur ein Pkw vor einer Haarnadelkurve entgegen, also alles entspannt.

Allmo schraubte sich auf 1300 Meter hoch (zuletzt mit 16 Prozent Steigung laut Schild). 

Vom Aussichtspunkt Belvedere Beliș blickten wir auf sehr viel Wald. Das Wasser des Stausees (unser eigentliches Ziel) war nur zu erahnen. Ob es so schlau wäre bis hinunter an den See zu fahren? Wie lange hätten wir dort noch Sonne? Der Aussichtspunkt war auch keine Option, da war es viel zu windig.

Also musste ein neuer Plan her. Oder eine kleine Lichtung neben der Straße. Zwar noch auf rund 1100 Metern, aber durch die vielen Bäume, etwas windgeschützt.




Sollten wir, weil es am Rande des Apuseni Nationalpark liegt, verscheucht werden, hatten wir schon eine Alternative rausgesucht.

Wir genossen noch ein wenig die Sonne, bevor wir unser Abendessen zubereiteten. Frank war nicht wirklich hungrig, kein Wunder bei seiner riesigen Portion Fleisch mit Pommes auf dem Trödelmarkt. Aus dem Rucola-Fest-Mango-Salat wurden Heidelbeeren statt Mango. Die war inzwischen etwas zu reif geworden. Dazu gab’s noch etwas Kassler von vorgestern.

Wir hatten gerade den Abwasch erledigt als ein hübscher, dürrer Rüde um Allmo herum schlich. Leider war er sehr schreckhaft und bellte uns verunsichert an. Über etwas von Emmas Trockenfutter, dass seit fast einem Jahr auf neue Abnehmer wartete, freute er sich trotzdem. Ich war emotional total fertig. Am Dienstag ist es ein Jahr her …. Ich wusste, dass diese Reise mich an meine Grenzen bringen wird. Aber das mich schon der erste arme Hund so aus der Bahn wirft…


Der Hund war noch da, als vier Pferde (3 Große und ein Fohlen) um uns herum zu grasen begangen. Ganz schön was los hier.


Samstag, 10. Oktober 2026

Anfänglich war in der Nacht etwas Hundegebell zu hören. Dann war es ruhig. Bären hörten wir keine. Frank meinte, es wäre so still gewesen, dass er gehört hat, wie die Bäume wachsen. Sehr schön.

Obwohl wir auf 1100 Metern übernachtet hatten, war es am Morgen nicht sehr kalt. Auf dem Weg zur Hauptstraße sahen wir die vier Pferde wieder. Diesmal mit einem weiteren Muttertier mit Fohlen.

tbc

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