Honigberg war unser Ziel. Genauer gesagt die Kirchburg (Biserica Evanghelică Fortificată din Hărman).

Am Straßenrand war alles voller Autos, doch Allmo fand noch ein freies Plätzchen. Ein Samstagmittag ist wohl nicht die beste Zeit für einen ruhigen Besuch der Kirchburg.

Ursprünge gehen in das frühe 13. Jahrhundert zurück. In mehreren Bauabschnitten entstand die Kirchburg in ihrer jetzigen Form.





Im Büro tummelten sich drei Katzen, die die Wärme des Ofens nutzten und sehr schläfrig waren. Wir zahlten 20 Lei pro Person Eintritt und bekamen ein kleines Ringbuch (auf Deutsch), dass später wieder abgegeben werden musste.

Souvenirs zu der Kirchburg, aber auch mit Katzenmotiven gab’s zu kaufen. Mein Herz war voller Trauer beim Anblick des Katzenanhängers. Dabei hatte ich mich vorher noch über den Reiseanhänger “ to travel is to live“ gefreut.




Einige der Räumlichkeiten innerhalb der dicken Mauern waren hergerichtet und zeigten Wohnräume und Werkstätten. Kleidungsstücke waren ausgestellt. In der alten Kapelle waren teilweise verblasste Wand- und Deckenmalereien zu sehen.

Zentraler Punkt ist die Kirche, die schön herbstlich dekoriert war (Erntedank). Wir erklommen den Glockenturm. Die Glocken werden inzwischen elektrisch angeschlagen.



Am Ende unterhielten wir uns etwas mit der Dame, die nun im Büro saß. So erfuhren wir, dass die Gemeinde jetzt nur noch aus 130 Mitgliedern besteht. 1940 waren es noch 1500. Viele der nach Russland Deportierten kehrten nicht wieder zurück. Das Siebenbürger-Sächsisch ist eine Mischung aus wallonisch-flämisch-sächsisch und ähnelt ein wenig dem luxemburgischwn. Denn aus dieser Region (südwestlich von Aachen) kamen die Siedler ursprünglich.




Es gibt fünf festangestellte Mitarbeiter und viele, die ehrenamtlich tätig sind. Unterstützung vom Staat gibt es so gut wie keine. Schade, bei einem 800 Jahre alten Bauwerk mit historischer Bedeutung.




Tbc

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