
In Richtung Câmpulung stoppten wir an einem Monument, fuhren an einem roten Menschen vorbei und ignorierten ein Mausoleum. Zu dem Zeitpunkt begann es zu regnen. Inspiriert durch weiteweitewelt war der Parcul National Piatra Craiului unser Ziel. Ob Allmo durch die Felsen passen würde?
An der südlichen Zufahrt befindet sich ein Kassenhäuschen. Der Eintritt in den Nationalpark kostet 3 Lei pro Person (umgerechnet 56 Cent).
Hinein ging’s in die Schlucht. Zu beiden Seiten befanden sich höhere Felswände. Ein kleiner Fluss durfte natürlich nicht fehlen. So was gefällt uns. Die Straße war nicht breit. Selbst zwei PKWs müssen an dem meisten stellen schauen, wie sie aneinander vorbei kommen. Zum Glück herrschte wenig Verkehr.
Die ca 8 km langen Strecke führte durch kleine Besiedlungen, dann wieder in engen Kurven zwischen den Felswänden entlang. Am Ende eine offenere Fläche neben dem Fluss. Auf der wir unser Lager aufschlugen.
Schilder warnen vor Bären. Ob wir diesmal einen sehen? Natürlich nicht.
Auf rund 900 Metern war es frostig und als es Zeit war zu kochen, entschied Frank den Backofen nach innen zu holen. Es gab Cordon Bleu mit buntem Salat. In der Ferne sahen wir Berge mit Schnee. Diese waren, nach einer überraschend milden Nacht, hinter Wolken verborgen.
Samstag, 17. Oktober 2026
Wären nicht ab und zu Geräusche von Flugzeugen zu hören gewesen, hätte das eine der ruhigsten Nächte gewesen sein können.
Wir schlängelten uns zurück ins Dorf Dambovicioara. Mindestens 10 Autos und ein Reisebus (!) kamen uns entgegen. Zum Glück immer an guten Ausweichstellen.
Im Dorf bogen wir links ab (wir waren von geradeaus gekommen) und folgten der schmalen Straße hinauf in die Berge. Ganz schön steil ging es teilweise hoch. Auf 1200 Metern dann ein Gipfelkreuz und ein Neubaugebiet. Irgendwann erreichten wir die Hauptstraße.
Wie es weitergeht
Viele Entscheidungen trafen wir am Morgen. Wetterbedingt hatten wir den Nationalpark Bucegi / Parcul Natural Bucegi bereits gestern von der Liste gestrichen. Auf über 1800 Metern müssen wir uns jetzt nicht mehr tummeln.
Auch die Wanderung im Seven Ladders Canyon erschien nicht erstrebenswert. Bei der Kälte Metallleitern hochlaufen? Das gibt frostige Finger. Blieben noch die Zărnești Cliffs. Doch bei dem Wetter 10 km wandern? Nö.
Also hielten wir erstmal auf Bran zu, wo sich das richtige Dracula Schloß befindet. Hiervon hatte sich Bram Stroker wohl bei seinem gleichnamigen Film inspirieren lassen.
Von innen wollten wir es uns nicht anschauen. Doch meine Idee, Mal eben am Straßenrand anzuhalten und ein vernünftiges Foto von außen zu schießen war nicht umsetzbar. Die Blechkarawane schob sich durch die Hauptstraße. Die Parkplätze alle kostenpflichtig und mit Autos und Reisebussen vollgestopft. Die Gehwege voller Menschen und Verkaufsbuden. Fehlten nur noch Weihnachtslieder und der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln. Schnell weiter.
Wir stoppten unterwegs bei Kaufland, in der Hoffnung auf vernünftigen Blauschimmelkäse und die leckere Schmiermettwurst. Beides Fehlanzeige.
In Brasov fuhren wir die Umgehungsstraße, obwohl Fahrzeuge bis 10 Tonnen in der Stadt erlaubt waren.
tbc














































































































































































































































































































































































































