In unmittelbarer Nähe zu einem Salzbergwerk war ich aufgewachsen. Salzzüge brachten das weiße Gold zu einem Rheinarm, von wo aus das Salz über den Wasserweg weitertransportiert wurde. Jetzt bot sich die Gelegenheit, eine Salzmine von innen zu besichtigen.

„Das Salzbergwerk Turda ist die spektakulärste unterirdische Formation der Welt, die von Menschen geprägt ist.“ So steht es auf der Webseite.

Die Anfänge des Salzbergbaus in Turda sollen in das 11. bis 13. Jahrhundert zurückreichen. Erstmals dokumentiert wurde die Salzmine 1271.

Die Mine wurde 1932 geschlossen. Im zweiten Weltkrieg diente sie der Bevölkerung Turdas als Luftschutzbunker. Danach wurde sie als Käselager genutzt. Für den Tourismus öffnete sie 1992.

Wir parkten Allmo ein paar hundert Meter vor dem eigentlichen Parkplatz am Eingang. Dieser wäre a) kostenpflichtig und b) nicht für Camper zugelassen. Noch stand eine überschaubare Menge an Fahrzeugen auf dem Parkplatz.

Wir kauften an einem Tickethäuschen am Automaten unsere Eintrittskarten. Online wäre eine Bearbeitungsgebühr von 9 Lei (ca. 1,70 Euro) hinzugekommenen, die wir uns sparten. Dafür kostet der Eintritt pro Person am Wochenende umgerechnet 17 Euro, anstatt 14 Euro während der Woche.

Zu Fuß gingen wir durch die Franz Joseph Gallery, einem Tunnel, dessen Wände aus Salz bestehen. Es liegt quasi direkt unter der Erdoberfläche.





Wir bogen direkt zur Rudolph Mine ab. Über Stufen gingen wir hinunter. Vor dem Aufzug befand sich eine kleine Schlange. Noch war es früh (kurz nach 10 Uhr).

Über einem Bretterwege gelangten wir ins Treppenhaus. 13 Etagen gingen wir nach unten. Immer wieder blickten wir in die große Halle der Rudolph Mine. Das Riesenrad und sonstige „Spielsachen“ wirkten fehl am Platz. Noch war es entspannt. Wir ließen den Raum auf uns wirken. Besonders interessant waren die Maserungen des Salzes.




Auch zur Theresa Mine, auf die wir vom Balkon blicken konnten, gingen wir zu Fuß.   Über eine Brücke erreichten wir eine von Wasser umgebene Salzinsel. Es gab viele Sitzmöglichkeiten aus Holz, überzogen mit einem Salzfilm oder einer dickeren Salzkruste. Wir setzten uns ein wenig hin (Sitzkissen wäre von Vorteil gewesen).

Wir befanden uns nun 112 Meter unter der Erdoberfläche.





Ruderboote standen bereit, um ausgeliehen zu werden. Wobei wir die riesigen Massagesessel in der Rudolph Mine noch besser fanden. Und es kamen tatsächlich Menschen auf die Idee diese zu nutzen. Alles natürlich gegen Aufpreis.

Zu Fuß gingen wir zurück in die Rudolph Mine und nahmen dann den Aufzug zurück nach oben.

Wir sahen uns noch die restliche Franz Joseph Gallery an. Sehr interessant war der alte Holzaufzug, der von Pferden angetrieben wurde. Eine Lore stand auf verrosteten Gleisen.




Frank hat der Besuch der Mine sehr gut gefallen. Mir fehlte etwas. Vielleicht etwas mehr Ursprünglichkeit, mehr Ausstellungsstücke, mehr Bilder vom früher. Ob wir dies in der Ghizela Mine bekommen hätten, die für weitere 6 Euro pro Person im Rahmen einer Führung hätte besichtigt werden können? Wir wissen es nicht.

Die Salzmine war gigantisch, keine Frage. Aber ein bisschen weniger touristisches und mehr ursprüngliches Ambiente hätte mir besser gefallen.

Innerhalb der anderthalb Stunden war es schon deutlich voller geworden. Der Parkplatz direkt am Eingang war bis auf den letzten Platz gefüllt.




Turda

Mehrere kleine Seen oder Tümpel (Lacul) befinden sich am Rande von Turda. Wir fuhren zu einem dieser Seen, der zum Baden geeignet sein soll. Das Wasser war allerdings frisch. Am angrenzenden Freibad fand eine Party statt. Die Nachbargebäude standen leer und wir warfen einen Blick hinein.

Wir suchten uns einen Platz etwas abseits. Die Musik war noch zu hören. Es tröpfelte ein wenig. Später regnete es mehr und es gewitterte eine ganze Weile.

Wir hatten einen Wassereinbruch im Koffer. An der Stelle hatte ich in Nürnberg bereits nachts nasse Füße bekommen und war wach geworden., weil Irgendwas auf meine Zehen tröpfelte. Nachts blieb es trocken.





Montag, 12. Oktober 2026

Eine Schafherde war morgens irritiert, warum da was großes Rotes auf ihrem Frühstücksplatz steht.

Am Morgen ging Frank dem Leck auf den Grund. Ob sein provisorisches Abdichten geholfen hat, wird der nächste Regen zeigen.

Tbc

Salina Turda

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