Eine letzte Wanderung im slowakischen Paradies wartete auf uns. Wir hatten uns für die Wanderung Prielom Hornádu entschieden.

Als wir aus dem Camp in Richtung unseres Wanderweges liefen, betrat eine Schulklasse die Suchá Belá Schlucht. Gut, dass wir dort gestern waren.

Wir liefen zunächst über Teer und hielten uns dann im Wald links. Von rechts würden wir später zurückkehren.





Vor einer Brücke befand sich ein Kassenautomat, dahinter ein Kassenhäuschen. Dieses war auch tatsächlich besetzt und wir zeigten unsere Tickets. Der Herr erklärte, dass es hier keine Bären geben würde. Naja, bei den vielen Wäldern würden wir uns nicht auf diese Aussage verlassen. Das Bärenglöckchen war wieder am Start.

Der Weg führte uns immer am Fluss Hornád entlang, der durch den Hornád Canyon floß. Jederzeit hätte ein Bär im Wasser nach Fischen jagen können. So wirkte die Idylle.





Ein paar Passagen über Metallgitter durften nicht fehlen. Wir passieren zweimal den Fluss, wobei das zweite Mal nicht nötig gewesen wäre, weil wir auf unserer Seite bleiben mussten. Die Brücke sah aber schön aus, so dass wir schnell drüber und wieder zurück liefen.

Wie sich später zeigte begannen wir dann den Fehler meinem wikiloc Trail den Berg hinaufzufolgen, anstatt geradeaus weiterzulaufen. Eine Beschilderung, die uns hätte helfen können, gab es auch nicht. Es ging verdammt steil bergauf (220 Höhenmeter auf 1,5 km). Geradeaus wäre es in die Kláštorská Schlucht und dann über Metallleitern nach oben gegangen. Das wäre für uns deutlich entspannter, angenehmer und viel spannender gewesen. Sehr ärgerlich.




Am ehemaligen Karthäuserkloster Zrúcanina Kartuziánskeho kláštora hatten wir den Hügel erklommen und legten eine Pause ein. Der Weg durch die Schlucht wäre auf der anderen Seite vom Kloster ausgekommen.  Das Gelände des Klosters ist frei zugänglich. Von 1299 bis 1543 war das Kloster in Nutzung.

Von dort waren es rund vier Kilometer bis zum Camp. Die meiste Zeit ging es bergab und war nicht immer angenehm zu laufen. Wir waren froh nach 11,9 km bzw. 4,5 Stunden zurück am Ausgangspunkt zu sein. Für diese Woche reicht’s. 42 km in 4 Tagen, quasi ein Marathon, mit jede Menge Höhenmeter, hat uns geschafft.





Wir packten zusammen, verabschiedeten uns von unseren Nachbarn aus Füssen und rollten weiter.

Zunächst blickten wir noch auf die sehr schönen schneebedeckten Berggipfel. Wir fuhren durch ein ordentliches Dorf, bis sich am Ortsende wohl eine Roma-Siedlung befand. Die Häuser und Vorgärten schmuddelig, der Straßenrand mit Autos zugeparkt und die Müllhalde direkt daneben. Das erste Mal, dass wir Müll am Straßenrand liegen sahen.

Über die sehr kurvige Route 66 fuhren wir durch den herbstlich gefärbten Wald. Indian Summer Feeling kam auf und Erinnerungen an unsere erste Reise durch Bosnien. Wir schraubten uns auf 1000 Metern und wieder runter auf 790 Meter.

Auf dem ausgesuchten Parkplatz am See in Dobšinská Maša standen nur zwei heimische PKWs geparkt. Wie gut, dass wir nicht auf die P4N Bewertungen gehört haben. Zwei Dorfbewohner auf vier Samtpfoten bekamen ein paar Streicheleinheiten.

Wir setzten uns auf eine der Bänke und genossen die Sonne. Zum Abendessen gab es Leberkäse mit Süßkartoffel-Pommes.





Nachdem abends noch ein paar PKWs die Abkürzung zur Hauptstraße nutzten, kam in der Nacht der Verkehr zum Erliegen.

Samstag, 3. Oktober 2026

Morgens war es sehr frisch. Allmos Motorblock zeigte 5 Grad und Allmo hustete etwas, bevor er auf Touren kam.

Im slowakischen Paradies hätte es noch weitere spannende Wanderungen gegeben, doch wir waren in den letzten vier Tagen genug gelaufen und daher verließen wir diese wunderschöne Region.

tbc

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