
Zunächst vor uns und später zur linken Seite, befanden sich die schneebedeckten Berge (also in Richtung Polen). Spontan bogen wir von der Hauptstraße ab und fuhren zum Gánovský gejzír. Diesen hatte ich spontan auf der Karte entdeckt.
Mehrere kleine Becken werden mit Wasser aus einer Mineralquelle gespeist. Es roch leicht schweflig nach faulen Eiern. Kleine Travertinseen haben sich gebildet.
Am interessantesten sind die Ablagerungen und Becken an der kleinen Felswand. Irgendwas wurde dort früher abgebaut. Weil ein Herr in einem der Becken hockte, gibt’s leider kein Foto was den gesamten Bereich zeigt.
Suchá Belá
Für zwei Nächte checkten wir im Autocamping Podlesok ein. Die Dame am Empfang sprach Deutsch. Im Übernachtungspreis enthalten ist der Eintritt in den Nationalpark Slowakisches Paradies – Národný park Slovenský raj.
Wir hatten gerade eingeparkt, als ein Oberlander Pärchen mit einem Geländewagen plus Anhänger auf die Wiese gerollt kam. Wie der Zufall es so wollte, kamen sie aus Allmos Heimat Füssen. Und ihr Chef ist dort bei der Feuerwehr.
Wir unterhielten uns, bis die Sonne hinter den Bäumen verschwand. Noch schnell kochen (Bratkartoffeln mit Leberkäse und Salat) und ab in die Doka. In der Nacht waren mehrfach die Brunftschreie der Hirsche zu hören.
Donnerstag, 01. Oktober 2026
Am Morgen lag Raureif auf den Wiesen. Doch die Sonne sorgte bald für Wärme.
Gegen 8:40 Uhr machten wir uns auf den Weg in die Suchá Belá Schlucht. Erste Wanderer waren mit uns unterwegs. Das hatten wir gehofft. Wenn der Wald belebter ist, sinkt bei mir die Sorge einem Bären zu begegnen.
Die Wanderung durch die Suchá Belá Schlucht ist nichts für Angsthasen. Höhenangst sollte man keine haben und schwindelfrei sollte man sein.
Zu Beginn liefen wir durch einen Torbogen. Bei der Rückkehr realisierten wir, dass das gezeigte Gelände den Anforderungen an die Wanderung in etwa entspricht.
Ein Bildschirm zeigte 4,8 Grad. Ja, es war noch sehr schattig.
Die Wanderung gehört mit zu den beliebtesten im slowakischen Paradies. Der „Weg“ führt durch die Schlucht. Etwas Wasser floss hindurch. Doch wasserfeste benötigten wir nicht.
Über flache Holzleitern, an die Felsen montierte Metallstufen, Metallgitter-Stege und über Metallleitern führte unser Weg. Zwischendurch führten Passagen durch das Flussbett. Die Wasserfälle entlang des Weges waren so gut wie trocken (da gibt’s ganz andere Bilder).
Jede Menge Bäume hatte es bei irgendeinem Sturm umgehauen. Diese lagen im Flussbett und waren nur zersägt oder etwas zur Seite geräumt worden, wenn sie wirklich stören. Langeweile kam nicht auf.
Recht schnell merkte ich, dass ich die flachen Holzleitern nicht begehen kann, wenn diese zu hoch sind. Ein Schalter legt sich dann bei mir im Kopf um. So lang der Abstand zum Boden nur einen halben Meter beträgt, oder ich mich am Rand an einem Felsen festhalten kann, ist alles okay. Doch frei laufend mit einem Meter oder mehr bis zum Boden und ohne Handlauf oder Felsen: keine Chance.
Die erste Leiter legte ich sitzend zurück. Bei den anderen lief ich auf allen Vieren. Was bei einer annähernd flachen Leiter recht blöd ist. Aber so kam ich immerhin vorwärts.
Nach fast 5 km ließen wir die Schlucht hinter uns. Auf einer größeren Fläche standen überdachte Picknickbänke und Bänke ohne Dach. Nach einer Pause ging’s weiter. Erst zügig, weil wir uns auf einem breiten geschotterten Weg befanden. Dann langsamer, weil’s auf den Wanderwegen extrem steil nach unten ging. Dazu teilweise loser Schotter.
Nach 10,7 km bzw. 3:50 Stunden waren wir wieder zurück auf dem Autocamp. Schnell Wäsche per Hand durchgewaschen, den Abwasch erledigt, Brotteig angesetzt. Feierabend für heute. Wir sahen auf der Nachbarwiese mehrere kleine Rehe. Ob die was mit dem Brunftgeschrei in der Nacht zu tun hatten? Zum Abendessen gab’s eine Hackpfanne mit Mexiko-Gemüse und Nachos.
tbc














































































































































































































































































































































































































