Nach dem wir erfolgreich bei Zavrc über die Grenze von Kroatien nach Slowenien gerollt waren, waren es nur noch rund 20 Kilometer bis Ptuj.

Zunächst steuerten wir das Stadtzentrum an, denn dort hatten wir uns eine Imbiss-Bude herausgesucht. Wir parkten Allmo am Straßenrand, gegenüber von Beki Kebab. Für jeden gab es einen Chicken-Kebab, den wir auf einer der Bänke neben den insgesamt vier Buden (drei mit Essen und ein Kiosk) umgeben von Hochhäusern, verputzten. Das Fleisch war sehr lecker gewürzt und wir waren mit unserer Wahl sehr zufrieden. Frank gönnte sich anschließend, als Nachtisch, noch ein Pommes-Schälchen vom Hip-Hop Imbiss. Glücklich und zufrieden setzten wir uns in Allmo und legten die letzten 3,5 km für heute zurück.

Der Weg führte am Kanal entlang, in Richtung des Ptujsko Jezero, einem See, in dem der Fluss Drau gestaut wird.

Im Grunde übernachten wir, genauso wie letzte Nacht, in der Nähe der Drau. Der ausgewählte Übernachtungsplatz befindet sich vor dem Gelände eines Hund-Sportvereins, also ein Zwingerclub 😉

Während Frank es sich im Dachzelt gemütlich machte und dort die Sonne einfing, drehte ich eine Runde.

Am Bootanleger hatte die Gastronomie geöffnet, was die vielen Fahrzeuge am Rand erklärte. Außerdem bietet sich der Damm zum Spazieren und Radfahren an. Theoretisch könnte man auf dem Deich in kurzer Zeit die Innenstadt von Ptuj erreichen. Mit dem Rad natürlich deutlich schneller als zu Fuß.

Bereits von unserem Übernachtungsplatz waren die Festung Grad Ptuj, die hoch oben auf einem Felsen thront und ein paar Kirchtürme zu sehen. Von dem Bootsanleger war die Sicht darauf natürlich noch besser. Die Sonne schien so herrlich und gerne hätte ich mich eine Weile hingesetzt und gelesen, nur dumm, dass mein Handyakku sich dem Ende neigte und ich daher nicht lesen konnte.

Ich spazierte dann noch ein Stück am Damm entlang, bis zu Allmo. Frank winkte mir aus dem Dachzelt zu. Währe nicht der kleine Kanal zwischen dem Damm und unsere Übernachtungsplatz, wäre ich in null-komma-nichts dort gewesen, aber so musste ich wieder den gleichen Weg zurück nehmen. Auch nicht schlimm.

Später bekamen wir Gesellschaft von einem weiteren Camper und auch einige Hundefreunde suchten den Platz auf. Noch später ging die Sonne so langsam hinter dem Deich, in Richtung der Festung unter. Am Abend wurde die Festung wunderschön angestrahlt.

Dienstag, 25. März 2025

Emma verpasste mir in der Nacht immer wieder Tatzenhiebe. Leider war auch öfter eine Kralle mit dabei, die sich in mein Gesicht bohrte. Grrr …

Am Morgen hörten wir Kirchenglocken und dachten, dass es bestimmt 6 Uhr ist. Doch tatsächlich war es schon eine Stunde später. Die letzten drei Tage waren wir zu der Zeit bereits losgefahren.

Um kurz nach 8 Uhr fuhren wir dann los, nachdem wir gefrühstückt hatten. Der Himmel war in die eine Richtung blau und in die andere Richtung waren graue Wolken zu sehen.

Wir fuhren nach Maribor und hielten uns dann Richtung Dravograd. Unterwegs legten wir einen Stopp am Wegesrand ein. Dort befand sich das Schloss Grad Viltus (Schloss Wildhaus). Ein Zugang zu dem Schloss ist leider nicht möglich. Sämtliche Durchgänge sind zugemauert und die Fenster verschlossen. Sehr schade. Denn von außen sieht das alte Gebäude schon sehr interessant aus. Wie es wohl erst von innen aussehen muss? Die kleine Außenanlage war gepflegt. Frische Stiefmütterchen blühten.



Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss 1588. Das jetzige Erscheinungsbild des Schlosses geht auf einen Umbau im Jahr 1902 zurück. Im 2. Weltkrieg richteten die Nazis in dem Schloss ein Frauengefängnis ein. Nach dem Krieg wurde es vom Staat Jugoslawien zunächst als Lazarett, dann als Freizeitheim für Piloten der Luftwaffe und schließlich als Altersheim genutzt. Seit 1989 ist es ungenutzt.

Schnell hatten wir alles gesehen und fuhren weiter. Wir folgten dem Weg entlang der Drau bis nach Dravograd. Dort tankten wir für 1,513 Euro/Liter Diesel. Gestern lag der Preis noch bei 1,55 Euro. Auch in Slowenien sind die Kraftstoffpreise derzeit festgeschrieben. Wobei sie an den Autobahnen höher sind.

Und dann waren es auch nur noch wenige Kilometer bis zur slowenisch-österreichischen Grenze bei Dravograd bzw. Lavamünd. Vor sechs Monaten und 5 Tagen waren wir am gleichen Grenzübergang von Österreich nach Slowenien gefahren. Heute ging es in die Gegenrichtung. Im Grenzhäuschen der Österreicher saß tatsächlich jemand, doch wir konnten so weiterfahren.

tbc

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