Montenegro 2022



Vom ersten Moment an zog uns Montenegro in seinem Bann. Bei Sonnenschein reisten wir in Montenegro ein, genossen den Blick auf die Bucht von Kotor.

Hoch hinauf in die Berge, wurden wir mit einer Landschaft konfrontiert, die unbeschreiblich schön war. Entlang der Panoramastraße im Durmitor Nationalpark konnten wir uns, trotz eisig kaltem Wind, an der Landschaft und den Bergen kaum satt sehen.

Auch in den nächsten Tagen, bei der Fahrt entlang der Flüsse Tara und Moraca und den Canyons, waren wir oft sprachlos.

Auch wenn der Wettergott es nicht sonderlich gut mit uns meinte, konnte der Regen in den nächsten Tagen nichts an unserer Meinung ändern: Montenegro hatte uns verzaubert.

Autofahren in Montenegro

Während unserer Fahrten durch die Bergwelt, stellten wir mehrfach täglich fest, dass Kurven-schnibbeln zum Volkssport Nummer 1 gehört. Selbst Pkws schaffen es nicht, auf einer normal breietn Straße in den Kurven auf ihrer Seite zu bleiben.

Besonders krass war es, als ein uns entgegenkommender LKW aus der Kurve getragen wurde und erstmal ein Weile auf unserer Fahrbahn fuhr, bis er seine Spur wieder erreichte. Wir waren zum Glück noch weitgenug weg und es war auch kein Pkw vor uns. Gar nicht auszudenken, wenn’s anders gewesen wäre.

Die vielen Blumengestecke und Gedenksteine (teilweise mit eingravierten Gesichtern junger Leute) am Straßenrand sprechen wohl für sich.

Täglich sahen wir mehrfach Autos ohne Nummernschilder im normalen Straßenverkehr. Teilweise sogar recht neue Fahrzeuge. Wir sprachen ein junges Pärchen in einem Fort darauf an. Ihnen war das nicht bewusst, und sie vermuteten, dass die Fahrzeuge nur im Dorf fahren. Bei den älteren Pkws mag das so sein, aber bei den neueren auf keinen Fall. Irgendwie scheint es also geduldet zu werden mit nicht angemeldeten Pkws auf öffentlichen Straßen zu fahren.

Fast ebenso oft, wie Fahrzeuge ohne Nummernschild unterwegs waren, sahen wir auch Autos mit russischem Kennzeichen. Manchmal auch welche aus der Ukraine. Dies war bisher in keinem andere Balkan-Staat der Fall.

Müllentsorgung am Straßenrand


Kleine und größere Müllhalden fanden wir gefühlt an jeder Ecke. Mit etwas Glück lag der Müll genau neben Müllcontainern. Meist lag er aber an Straßenrändern, Haltebuchten oder sonst wo in der Natur herum. Aus Asien und Afrika kennen wir das, aber das es hier in Montenegro so schlecht aussieht hätten wir nicht erwartet.

Das die Trennung von Müll nach Papier, Plastik, Restmüll oder eventuell noch Bio daher kaum eine Rolle spielt, muss ich wohl nicht erwähnen. Selbst wenn es mal Container für die verschiedenen Stoffe gibt, so findet man dennoch meist alles in allen Containern wieder.

Das junge Pärchen vom Fort bezeichnete, das Entsorgen von Müll mitten in der Natur als „Tradition“. Natürlich war das nicht positiv gemeint, sondern beschämend.


Besiedelung


Aufgrund der vielen Berge ist Montenegro verhältnismäßig dünn besiedelt. Denn in den Bergen ist im Winter in abgelegenen Dörfern oft kein Durchkommen mehr. Dennoch sahen wir dort immer wieder vereinzelt kleine Häuser stehen oder winzige Siedlungen (falls man das so nennen kann). Deutlich enger ist die Bebauung in Küstennähe.

Währung


Praktisch war, dass wir überall mit Euro bezahlen konnten. In Supermärkten und Tankstellen ging das Bezahlen natürlich auch mit Karte.

Wer mit Bargeld bezahlt wird schnell feststellen, dass das Rückgeld eigentlich immer gerundet wird. So geschah es, dass ich anstatt 94 Cent einen Euro zurückbekam, oder aber anstatt 22 Cent nur 20 Cent. Warum werden die Preise nicht direkt nur in 5er oder 10er Cent-Beträgen ausgewiesen? Das würde das Kassieren doch einfacher gestalten.

Internet


Mit der Touristenkarte von One/Telenor, die ein Datenvolumen von 500 GB anbietet, kamen wir sorgenfrei und ohne Einschränkungen vernetzt durch Montenegro. Von der Telekom in Montenegro wird solch ein Paket auch angeboten. Das One/Telenor eine etwas besser Netzabdeckung haben soll, wählten wir diese Karte.

Da wir wetterbedingt nicht so lange wie gedacht in Montenegro verweilten, hätte im Nachhinein auch die Karte für 14 Tage zu 10 Euro ausgereicht. Wir hatten jedoch die für 30 Tage zu 15 Euro erworben.


Im Supermarkt


In allen von uns besuchten Supermärkten gab es eine Angestellte, die das Obst und Gemüse für die Kunden abwog und eintütete. So werden Arbeitsplätze geschaffen.

Polizeiliche Anmeldung in Montenegro



Laut dem Auswärtigen Amt müssen sich Ausländer in Montenegro innerhalb von 24 Stunden am Ort des Aufenthalts polizeilich anmelden. Da wir über keine Hotelunterkunft verfügten, hätten wir uns theoretisch selbst um die Anmeldung kümmern müssen. Praktisch unternahmen wir nichts, was auch keine Folgen nach sich zog (keine Polizeikontrollen und bei der Ausreise sagte auch niemand etwas).


tbc

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