Aachen-Brand Münsterbusch



Nach einem erneut anstrengenden Tag schaffen es wir dann tatsächlich um 17:30 Uhr  unserer Heimat den Rücken zu kehren. Familie und Nachbarn hatten sich versammelt, um uns zu verabschieden und uns liebe Wünsche mit auf den Weg zu geben. Ganz ohne ein paar Abschiedstränen ging es natürlich nicht. Nachdem wir noch den Reifendruck überprüft und unseren Heizöl- und Dieseltank vollgetankt hatten war es bereits 18:15 Uhr als wir Kurs Richtung Autobahn A61 aufnahmen. Unser erstes Ziel war der Münsterbusch bei Aachen-Brandt/Stolberg. Dort befindet sich der Münsterbusch, ein noch militärisch genutztes Waldgebiet, in dem sich 4 Panzerwracks befinden. Einer der Wanderparkplätze sollte unser Übernachtungsplatz werden.

Bis wir endlich das Zielgebiet erreichten war es bereits stockfinster. Der Parkplatz unbeleuchtet und schon waren wir dran vorbei gefahren. Drehen ist mit unserem Allmo natürlich nicht so leicht möglich, doch irgendwann hatten wir die unscheinbare Zufahrt gefunden. Ideal war der Platz leider nicht, da die Straße viel befahren war und der Flusslauf laut vor sich her plätscherte.

Kurz gesagt: wir hatten eine kalte und laute Nacht vor uns, waren jedoch zu fertig um etwas daran zu ändern bzw. den Standort zu wechseln. Wohin auch so gefühlt mitten in der Nacht (es war erst 20 Uhr) und im Dunkeln?

Auch dass unsere alte Katzendame Emma mit an Bord ist und ich mir vor 15 Tagen mit der Heckenschere beinah die Fingerkuppe vom linken Zeigefinger abgeschnitten hatte (es war ein offener Bruch), macht unseren Einstieg in die nun längere Reise nicht leichter.

Völlig fertig aßen wir im Dachzelt die mitgenommenen kalten Pizza-Reste. Auch wenn wir nach dieser anstrengenden Woche total erledigt waren wollte sich aufgrund der Kälte, Lautstärke und der Ungewissheit was die nächsten sechs Monate uns bringen werden kaum Schlaf einstellen.

Trotz wenig Schlaf waren wir am Morgen doch recht munter. Zum Frühstück in der chaotischen Doka gab es einen Weckmann mit leckerem Wurstaufschnitt aus der Heimat, den köstlichen Blauschimmelkäse muss ich natürlich auch erwähnen.

Nasse Füße im Münsterbusch



Raureif lag noch auf den Wiesen, als wir uns gegen 9 Uhr auf den Weg machten das Gebiet  zu erkunden. Emma blieb bei Allmo. Unsere Schuhe sollten dabei bis auf die Socken nass werden, als wir durch das taubedeckte Gras gingen. Wir hielten uns linkerhand, überquerten den Fluss und fanden schnell die erste Höckerlinie und kurz danach auch das erste Panzerwrack vor einer Mauer.

Wir folgten dem Trampelpfad durch das Gras, überquerten einen Fluss und wurden von einer eingezäunten Schafherde davon abgehalten querfeldein zu laufen. Bei dem kleinen Umweg entdeckten wie einen viel schöneren (leiseren) Stellplatz, schade aber auch … und nahmen mit elektronischer Hilfe Kurs auf die nächsten zwei Panzer, die in unmittelbarer Nähe zueinander standen. Frank konnte es sich nicht nehmen lassen auf den Panzerwracks M41 Walker Bulldog Panzer und M47 Patton Panzer rum- und dann auch noch reinzuklettern. Ich erfreute mich währenddessen an der Sonne.



Durch den Wald ging es zum vierten Wrack was sich quasi schon in Richtung Parkplatz befand. Direkt am Wegesrand war dieses gar nicht zu übersehen.

Zurück bei Allmo sahen wir, dass der Wanderparkplatz bis auf den letzten Platz gefüllt war. Beim Abbau des Dachzeltes kamen wir mit einem Paar ins Gespräch, die unseren Allmo ganz klasse fanden. Als das Auto hinter uns fuhr nutzten wir die Gelegenheit besser Ausparken zu können und nahmen Kurs auf Belgien.

tbc

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