Glacieres de Sylans


Schon bei der Anfahrt konnten wir einen Blick auf die Reste der Gebäude der ehemaligen Eisfabrik Glacieres de Sylans werfen, welches sich hinter dem See von Sylans befinden.


Die Zufahrt erfolgt über eine kleine Piste durch den Wald, vorbei an den Mauerresten der Eisfabrik. Wir parkten Allmo auf der übersichtlichen geschotterten Fläche hinter dem letzten Gebäude.

Schautafeln beschreiben die Arbeit/Nutzung der Eisfabrik, die Mitte des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen wurde. Aus dem zugefrorenen See wurden 10 Tonnen schwere Eisblöcke ausgesägt, die von 3 – 4 Pferden gezogen wurden. Von den 10 Tonnen kamen meist nur noch 8 Tonnen am Ziel an. Der Rest war unterwegs geschmolzen.



1882 wurde die Eisfabrik Glacieres de Sylans an die Paris-Lyon-Marseille-Eisenbahnstrecke angebunden, so dass der Transport der Eisblöcke in die größeren Städte Frankreichs einfacher und schneller erfolgte.

Der Zutritt in die ehemaligen Gebäude wird durch Zäune versperrt. Zu groß ist die Gefahr, dass bröckelnde Steine herunterfallen könnten.


Wir folgten den Beschilderungen und gingen an den Gebäuden entlang, bis wir an dem See von Sylans standen.



Nach dem kleinen Spaziergang nutzten wir die letzten Sonnenstrahlen, die über dem Berg kamen, um in der Sonne zu Abend zu essen.

Ab und zu fuhr ein Zug (Verbindung Frankreich – Schweiz) auf den Gleisen vor uns. Hinter uns ist die Autobahn A40 ganz gut zu hören. Ob wir mit Autorauschen auch so gut einschlafen werden wie mit Meeresrauschen?



Dienstag, 19. September 2023



Emma gab in der Nacht ihr Bestes. Unzählige Male stand Frank auf, um ihr anderes Futter anzubieten. Das Leben mit einer alten – sehr wählerischen – Katze ist wirklich anstrengend.

Wir hatten es ganz versäumt uns die Wettervorhersage für unseren Standort anzusehen und waren überrascht, dass nach dem zuletzt schönen blauen Himmel, anscheinend graue Regenwolken Einzug gehalten hatten. Mehrfach kamen Regenschauern herunter und es blitzte und donnerte sogar heftiger als in der Nacht zuvor. Positiv bleibt zu vermelden, dass über die Kederschienen weiterhin kein Wasser auf die Matratze fließt. Dafür tropfte es nun auf die Matte in unserem Eingangsbereich. Und das nicht zu wenig. Frank ist es ein großes Rätsel, wo das Wasser in den Koffer gelangt.

Als wenn das nicht schon genug wäre, schaffte ich es am Morgen meinen vollen Kakaobecher vom Tisch zu schubsen, auf meine Hose und die Sitzbank. Selbst die Unterhose und die Socken waren mit Kakao getränkt. Meine Begeisterung über so viel Ungeschicktheit kannte keine Grenzen. Und das Schlimme ist, dass ich kurz vorher noch darüber nachgedacht hab, ob der volle Becher auf einem schwenkbaren Tisch eine so gute Idee ist. Künftig sollte ich besser auf mein Bauchgefühl hören.

Nachdem der Tisch, die Sitzbank und ich trockengelegt waren, konnten wir endlich frühstücken. Danach starteten wir in den Tag, wobei der Duft nach ranziger Milch im Laufe des Tages immer mehr zu nahm. Jippieh! Da hatte ich ganze Arbeit geleistet. Wir waren gespannt, was der Tag noch so bringen wird.

Tbc

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