Endlich hatten wir also die sicheren Straßen von Santiago del Teide erreicht. Erleichterung machte sich breit. Doch diese hielt nicht lange an. Wir wollten dort übernachten und bevor wir uns in die Stichstraße hineinmanövrieren und es dann keine freien Parkplätze gibt, bat ich Frank zuvor am Straßenrand zu parken.


Doch dies klappte nicht so wie es sollte. Erst stand der Vorderreifen auf dem Bürgersteig, dann schrabbte der Hinterreifen am Bordstein entlang und der Vorderreifen hing ganz unglücklich an der Bordsteinkante. Die armen Reifengummis. Frank wollte wissen, wie der Reifen steht und meine Antwort „Scheiße“ war nicht das was er hören wollte.  Meine Kommandos schien er aber auch nicht befolgen zu wollen, wobei ein „fahr rückwärts“ wohl nicht misszuverstehen ist. Stattdessen fuhr er vorwärts und das Gummi litt noch mehr. Nach dem wir beide einige Nerven verloren hatten standen beide Räder weit genug vom Bordstein weg.

Ich sah mir den Parkplatz zu Fuß an und stellte fest, dass dieser voll belegt war (es war nur ein kleiner Parkplatz und fünf Parkplätze wurden zwischenzeitlich zu einem Busparkplatz umfunktioniert). Auch am Straßenrand, wo zwei Vans und ein paar Pkws standen, war nichts mehr frei. Also standen wir dort am Straßenrand, entlang der Hauptstraße erstmal gut und warteten, dass irgendeins der am Seitenstreifen geparkten Fahrzeuge weg fuhr. Dies geschah tatsächlich ein wenig später. Frank ging gucken, ob der freigewordene Platz für uns ausreichend war. Was er war. Und somit parkten wir in die Seitenstraße auf den Seitenstreifen um. Diesmal ohne Schwierigkeiten.

Mandelblütenfest



Einige Zeit später machte ich mich auf den Weg ins Dorfzentrum. Vom 29. Januar bis zum 2. März findet in Santiago del Teide das Mandelblütenfest „Almendro ein Flor“ statt. Wobei die Festivitäten darin bestehen, dass geführte Wanderungen vorbei an Mandelbäumen angeboten werden. Und an den Wochenenden findet von 9 bis 18 Uhr auf der Plaza Publica ein Kunsthandwerkermarkt statt.



Manche Läden hatten über ihrem Eingang eine Kette aus Mandelblüten hängen und Fahnen an Laternenmasten wiesen auf dieses Fest hin. Ansonsten war nichts zu sehen was nach Feierlichkeiten aussah.

In der Kirche an der Plaza herrschte eine ganz merkwürdige Stimmung, was zum einen an den Altaren und zum anderen an der Musik, die vom Band lief, lag. Ich ging durch ein paar Nebenstraßen, sah mir ein paar schön blühende Mandelbäume an und ging dann zurück. Irgendwie wollten meine Füße mich auch nicht viel weiter tragen.



Das Wetter wusste nicht so recht, was es wollte. Mal war es stark bewölkt und die Wolken hingen in den Bergen um Santiago del Teide herum, dann kam wieder blauer Himmel mit Sonnenschein zum Vorschein.


Vor dem Abendessen hatte Frank das Dachzelt aufgebaut, um es nach dem Abendessen direkt wieder abzubauen. Stattdessen werden wir nun im Hubdach schlafen, denn es nieselte leicht. Ein Blick auf die Wetter App meldete für die Nacht ein Regenrisiko von bis zu 50 %. Da gehen wir doch lieber auf Nummer sicher.

Zudem wurde auch ein Wetteralarm der Stufe gelb ausgerufen. Von Teneriffa ist der Norden betroffen, wo es in den Bergen Windböen von bis zu 90 km/h geben kann. Auch vor hohen Wellen an den Küsten wird gewarnt. Dafür soll die seit Wochen anhaltende Calima nun von dem Wind weggetragen werden. Zudem sorgt das Sturmtief Carlota auch für etwas Regen. Bisher sah es in Santiago nicht nach übermäßig viel Wind aus, so dass wir davon ausgehen, nicht mehr in dem betroffenen Bereich zu sein. Wobei wir uns auf rund 900 Höhenmetern befinden. Dafür nieselte es sich am frühen Abend ein und diesig wurde es auch.

Samstag, 10. Februar 2024

Die Nacht über regnete es ganz leicht, was ich nicht mitbekam und das obwohl unsere vierbeinige Freundin ihr Bestes gab uns so viel Schlaf wie möglich zu rauben. Die Auswahl auf dem Futterbuffet war nicht die richtige. Nun gut, würde man uns Fisch, Pilze und Oliven vor die Nase setzen, dann würden wir auch mit hungrigen Mägen vor den Tellern sitzen und nichts davon essen.

Grau in grau war es am Morgen in Santiago del Teide. Bevor wir weiter in den Süden fuhren, unternahm ich noch einen Spaziergang zur Plaza. Dort waren tatsächlich einige Stände mit selbstgefertigten Produkten (Honig, Marmelade, Seifen, Gebäck und Kuchen) und Sachen (aus Stoff, Leder, …) aufgebaut. Noch war es früh und nicht alles war fertig dekoriert.


Auch eine Wandergruppe hatte sich an dem Platz versammelt. Ob es ein Wanderverein war oder eine der angebotenen Wanderungen zur Mandelblüte?

Nach dem ich einmal die Stände mit den netten Auslagen entlang geschlendert war, machte ich mich auf den Rückweg. Kurz darauf verließen wir Santiago del Teide in Richtung Los Gigantes.

tbc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert